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11.06.2014
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Denglisch als Werbesprache: Wieviel Englisch verträgt Ihr Marketingtext?

In einer Zeit globalisierter Wirtschaft, internationaler Großkonzerne und weltweiter Vernetzung über soziale Netzwerke ist ein so mit der Zeit gehendes Element unserer Gesellschaft, wie es unsere Sprache ist, besonders großen Herausforderungen und Veränderungen ausgesetzt.

Vor allem die englische Sprache hält in Form von Anglizismen, Scheinanglizismen und der Einbürgerung falscher Freunde immer stärker Einzug in den Wortschätzen fast aller Länder. Besonders in Werbe- und Marketingtexten stößt man immer wieder auf englische Ausdrücke, von denen man manche versteht, andere auch wieder nicht. Die Idee dahinter: Die Werbung soll dynamisch und modern wirken, unserer Zeit angemessen.

Englischerter Sie nicht zum internationalen Überflieger!

 

Die Frage stellt sich jedoch: Wie effizient ist diese Strategie wirklich? Wie viele potenzielle Kunden verstehen einen englischen Werbeslogan überhaupt? Wie viele von denen, die ihn verstehen, können auch etwas damit anfangen? Und zu guter Letzt: Wie viel Sinn würde mein englischer Slogan denn überhaupt für einen englischsprachigen Rezipienten machen?

Tatsache ist, dass die Anglizismenwut, die weltweit um sich greift, angesichts der zum Teil äußerst komödiantischen Resultate, von der anglophonen Welt nicht ohne ein gewisses Amüsement zu Kenntnis genommen wird.  Vor allem Scheinanglizismen, also Begriffe, die den Anschein machen, aus der englischen Sprache entlehnt zu sein, dabei aber tatsächlich deutsche Wortschöpfungen sind, die im Englischen im besten Fall keine und im schlimmsten Fall eine ganz andere Bedeutung haben, liefern dazu oft Stoff.

Zur Fußball-WM trifft man sich in unseren Breiten auf öffentlichen Plätzen zu sogenannten Public Viewings, bei denen man also in aller Öffentlichkeit und Geselligkeit das Fußballspiel ansieht. Würden Sie allerdings einen Amerikaner zu einem Public Viewing einladen, so würde dieser sich auf das Schlimmste vorbereiten, denn er würde den Begriff wohl nur als Bezeichnung für die öffentliche Zurschaustellung eines Leichnams kennen.

Ebenso verhält es sich mit dem Begriff Body Bag, den ein Rucksackhersteller in Deutschland für seine Umhängetaschen eingeführt hat um sprachlich mehr am Puls der Zeit zu fühlen. Dass seine Käufer laut dem Verständnis eines Engländers nun alle mit einem Leichensack um die Schultern durchs Leben gehen, scheint in seiner Marketingabteilung wohl keiner bedacht zu haben.

Sprechen Kunden wirklich besser auf Anglizismen an?

 

Doch selbst für einen korrekt übersetzten Werbeslogan gilt noch immer, dass das Verständnis englischer Slogans wohl weit unter der Erwartung der international vernetzten Werbegenies liegen, die diese verfassen, im Glauben, jeder sei so polyglott wie sie. Eine 2003 in Deutschland durchgeführte Studie belegte jedoch das, was zu befürchten war. 72-75% Prozent aller Befragten verstanden englische Slogans nicht.

Auch eine 2004 an der Uni Dortmund präsentierte Diplomarbeit belegte das. Die Untersuchungsteilnehmer scheiterten bereits an der Interpretation simpler Slogans wie „Be inspired“. Komplexere Slogans führten zu geradezu himmelschreiend komischen Übersetzungen: aus „Come in and find out“ wurde „Komm rein und finde wieder heraus“ und „Drive alive“ wurde zu „Fahre lebend“, womit wir an dieser Stelle die Aufforderung an aller Zombies und sonstigen Untoten aussprechen, das Auto heute zu Hause zu lassen.

Im Zuge der selben Untersuchung wurde auch die Hautspannung der Probanden gemessen, um nachzuvollziehen, wie stark diese auf unterschiedliche deutsche und englische Slogans reagierten und es stellte sich heraus, dass selbst jene, die über gute Englischkenntnisse verfügten, besser auf deutsche Schlager wie „Geiz ist geil“ und „Wohnst du noch oder lebst du schon?“ ansprachen, als auf englische Slogans.

Marketingtexte richtig übersetzen

 

Manche Unternehmen haben bereits Konsequenzen aus diesen Ergebnissen gezogen. Beim Hamburgerriesen liebt man es jetzt, anstatt „Every time a good time“ zu haben und wo sie früher „Come in and find out“ sollten, macht man sie heute schön.

Nur die Zusammenarbeit mit einem guten und qualifizierten Übersetzer garantiert Ihnen, dass Ihre Marketingtexte so übersetzt werden, dass einerseits die internationale Komponente erhalten bleibt, andererseits aber auch darauf geachtet wird, dass die zielsprachliche Version für Ihre potenziellen Kunden leicht verständlich und schnell aufzunehmen ist.

Bei Allesprachen verfügen wir über 14 Jahre Erfahrung mit Übersetzungen von Texten aus dem Marketingbereich. Kompetente und eigens auf den Bereich spezialisierte Muttersprachler nehmen sich bei uns Ihrer Homepagetexte, Werbeaussendungen oder Prospekte an und helfen Ihnen für jeden Markt und für jedes Produkt das passende Wording zu finden. Kontaktieren Sie uns, um ein kostenloses und unverbindliches Angebot zu unseren Leistungen zu erhalten.

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