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08.01.2015
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Wie sieht der Alltag eines Dolmetschers aus?

Dolmetscher werden kaum wahrgenommen – außer sie machen Fehler. Das Schattendasein eines Dolmetschers ist den meisten Menschen ein Mysterium, denn kaum jemand kann sich vorstellen was es heißt, einen Tag als Dolmetscher zu verbringen.

Der frühe Vogel fängt den Wurm

An einem typischen Dolmetsch-Tag gilt es früh aufzustehen. Die meisten Veranstaltungen beginnen bereits um 8 oder 9 Uhr. Der Dolmetscher muss bereits eine gute Stunde vor Beginn vor Ort sein, um sich mit den Gegebenheiten bekanntmachen zu können. Hinzu kommt die Anreise, mitunter fahren Dolmetscher bis zu 100 Kilometer zu ihren Veranstaltungen.
Einschlägige Wörterbücher
(zweisprachig!), Terminologielisten, Referenzmaterial des Kunden dürfen nicht vergessen werden, das könnte katastrophal enden. Üblicherweise stehen Dolmetschkabinen ganz am hintersten Ende eines Saales, das heißt dass die Distanz zu einer etwaigen Leinwand mitunter beträchtlich sein kann. Wer also nicht allzuscharfe Augen hat, sollte sein Opernglas ebenfalls mitbringen. Auch nicht fehlen dürfen natürlich Halsbonbons und vielleicht eine kleine Stärkung für zwischendurch, möglicherweise ein Stück Obst oder Müsliriegel.
Auch auf angemessene Kleidung wird wertgelegt. Auch wenn der Dolmetscher zumeist unsichtbar ist, muss er doch angemessen gekleidet sein, vorzugsweise im Anzug mit Sakko bzw. Hosenanzug mit Blazer.
Der Personalausweis muss natürlich auch dabei sein, immerhin geht es oft um heikle Themen. Nicht selten werden die Personalien der Dolmetscher überprüft, um sicherzustellen, dass die entsprechende Berechtigung für das Erscheinen besteht.

Arbeitsbedingungen

Zumeist ist bei der Ankunft des Dolmetschers auch bereits der Techniker vor Ort. Nach einem kurzen Check, ob alles in Ordnung ist, macht sich der Dolmetscher mit der schallisolierten Kabine vertraut. Ein Kanal der Tonanlage ist für die Dolmetschung in die eine Sprache, ein zweiter Kanal für die Dolmetschung in die andere Sprachkombination gedacht. Die Räuspertaste muss natürlich auch funktionieren, für den Fall dass der Dolmetscher niesen oder husten müsste.
Selbstverständlich darf auch genügend Flüssigkeit zum Trinken nicht fehlen, vorzugsweise Wasser ohne Kohlensäure, um den Hals zu schonen, den Durst zu stillen und natürlich nicht aufstoßen zu müssen (Kohlensäure könnte da verheerend sein).
Die eigentliche Dolmetschung ist eine Sache für sich, ohne genügend Vorbereitung und Recherche hat man hier keine Chance. Zahlen und Namen notieren, Vokabeln nachschlagen, prüfen ob der richtige Sprachkanal gewählt und das Mikrofon eingeschaltet ist.
Temperatur
und CO2-Gehalt steigen rasant an, die Luftfeuchtigkeit liegt nach 6 Stunden bei ca. 50%. Die Vortragenden können darauf freilich keine Rücksicht nehmen, auch sie haben klar definierte Zeitvorgaben die einzuhalten sind.
Nach vier bis acht Stunden ist die durchschnittliche Dolmetschung beendet und der Dolmetscher macht sich auf den Heimweg. Dort gilt es, die gemachten Notizen zu verarbeiten, damit diese beim nächsten Mal bereits zur Verfügung stehen. Auf eine Dolmetschung von 8 Stunden folgen ca. 4 Stunden Nachbearbeitung. Es gilt, Fachbegriffe, Anmerkungen, Vokabeln, Namen und Abkürzungen in das bestehende Glossar zu übernehmen.

Setzen Sie auf Profis, die ihr Handwerk verstehen!

Und danach? Danach beginnt die Vorbereitung auf die nächste Dolmetschung. Eine Dolmetschung ist wie Sie merken keinesfalls damit abgetan, vier Stunden in einer Kabine alles zu wiederholen, was ein Vortragender von sich gibt. Es steckt sehr viel mehr Vor- und Nachbereitung dahinter. Und eine misslungene Dolmetschung kann für den Veranstalter enormen Schaden anrichten.
Lassen Sie sich daher von echten Profis unterstützen, die langjährige Erfahrung vorweisen können und wissen, was es heißt, Dolmetscher zu sein.

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