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26.03.2014
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Warum brauchen Übersetzer auch kulturelle Kenntnisse?

Übersetzer (und auch Dolmetscher) eignen sich während ihrer universitären Ausbildung nicht nur fundierte Kenntnisse in ihren späteren Arbeitssprachen an, sondern auch über die Kulturen, in denen diese Sprachen gesprochen werden. Für einen Französisch- Übersetzer bedeutet das nun, dass er während seiner Ausbildung auch mit der Kultur, den Gepflogenheiten und den Traditionen Frankreichs bestens vertraut gemacht wird.

Nun unterscheidet sich die Kultur der Franzosen ja nicht sehr wesentlich von der der Österreicher oder Deutschen. Zur Kultur der arabischen Länder gibt es aber beispielsweise sehr große Unterschiede. Zieht man also in Erwägung, Dokumente ins Arabische übersetzen zu lassen, so sollte man unbedingt einen professionellen Übersetzer damit beauftragen. Nur so kann garantiert werden, dass peinliche und vielleicht sogar geschäftsschädigende Zwischenfälle vermieden werden können.

Ein Beispiel: Eine Firma die Urinale mit minimalem Wasserverbrauch vertreibt, wünscht eine Übersetzung ihrer Produktdokumente ins Arabische, da die Urinale dort demnächst auf den Markt kommen sollen. Was der Kunde womöglich nicht weiß: Muslimen ist die Benutzung eines Stehurinals aus religiösen Gründen untersagt. Diejenigen, die ein Urinal benutzen, waschen sich üblicherweise nach dessen Benutzung die Hände mit dem Wasser das dort heraus kommt. Der Erfolg des nahezu wasserlosen Urinals dürfte sich im arabischen Raum daher in Grenzen halten. Ein Übersetzer könnte hier vielleicht noch die „Notbremse“ ziehen und den Text so übersetzen, dass er im arabischen Raum akzeptabel ist, oder den Kunden zumindest darauf hinweisen, dass er sein Produkt etwas anpassen sollte, bevor er Unsummen in die Werbung dafür investiert.

Auch Dolmetscher sind aufgrund ihrer Kenntnisse ein sehr guter „Puffer“ zwischen zwei Kulturen. Sie kennen die nötigen Höflichkeitsfloskeln und Gepflogenheiten einer Konversation und können den Auftraggeber auch vor der Dolmetschung darüber aufklären, wie er sich seinem Gegenüber am besten verhalten sollte. Noch ein Beispiel: Ein Chinese reicht Ihnen seine Visitenkarte, die sie gleich einstecken. Dafür ernten Sie einen sehr verwunderten Blick. In China ist es nämlich aus Höflichkeit üblich, eine eben erhaltene Visitenkarte zumindest ein paar Sekunden lang aufmerksam zu betrachten. Und schon gar nicht sollte man sie in die Hosentasche stecken, denn das wäre für Chinesen gleichbedeutend mit „auf dem Gegenüber sitzen“.

Um sich also im Irrgarten der kulturellen Eigenheiten zurechtzufinden und heil wieder herauszukommen, sollten Sie UNBEDINGT einen Experten zu Rate ziehen.

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