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25.04.2015
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Mit 7 Tipps zur erfolgreichen App-Lokalisierung für den chinesischen Markt

China wächst unaufhaltsam – das ist heute nichts neues mehr. Für viele Branchen bedeutet das, dass im Land des Lächelns ein lukrativer und umsatzstarker Markt entstanden ist. Vor allem, wenn es sich bei dem Produkt um eine Smartphone-App handelt. Der Zugang zur chinesischen Zielgruppe ist jedoch alles anderes als leicht, denn: Die Lokalisierung allein ist noch kein Garant für den Erfolg. Viel mehr gilt es, den teilweise undurchsichtigen chinesischen App-Markt als Ganzes zu verstehen, um die eigenen Applikationen gewinnbringend zu vermarkten.

Das Schlagwort „mobile“ ist viel mehr als nur einfacher Trend. Viel mehr leitet es eine ganz neue Art der Kommunikation, Vernetzung und Informationsbeschaffung für Privatnutzer und Unternehmen ein, die auch unterwegs immer „up to date“ sein wollen – oder sogar müssen. Die Umsätze, die in dieser Branche erwirtschaftet werden, steigen nicht umsonst kontinuierlich stark an:

  • App-Entwickler verzeichneten 2011 Umsätze von 8,32 Milliarden US-Dollar weltweit.
  • Nur zwei Jahre später vervierfachten sich die Umsätze auf 26,68 Milliarden US-Dollar.
  • Bis 2017 sollen die Umsätze schätzungsweise 77 Milliarden US-Dollar erreichen.

Weltweit sind Nutzer immer mehr dazu bereit, auch für Apps Geld zu bezahlen. Ein großer Teil der Umsätze wird dabei natürlich auch in China umgesetzt, denn: Fast die Hälfte aller Chinesen besitzt ein Smartphone und 62 Prozent von ihnen haben Apps täglich im Einsatz, fand die Studie „Our mobile Planet“ heraus.

Diese Zahlen wecken bei vielen Appentwicklern den Wunsch, einen Teil dieses lukrativen Kuchens für sich zu beanspruchen. Eine Lokalisierung des Smartphone-Programms wird in Auftrag gegeben. Allerdings spielen hier einige ganz besondere Faktoren eine wichtige Rolle – die Übersetzung der App ist dabei nur der Anfang, weshalb die folgenden sieben Tipps beim Vorhaben unbedingt Beachtung finden sollten.

 

TIPP NR. 1: DIE ÜBERSETZUNG IST NUR DER ANFANG

Der Übersetzung der Texte innerhalb der App kommt natürlich zentrale Bedeutung zu – die Zusammenarbeit mit einem professionellen Übersetzerbüro ist deshalb unerlässlich. Allerdings ist der chinesische Markt für Apps (und Internetdienstleistungen generell) teilweise stark eingeschränkt. Das macht nicht nur den Markteintritt, sondern auch Werbemaßnahmen schwer. Entscheidend ist deshalb entsprechende Beratung bei der Nutzung von landestypischen Netzwerken und Werbeplattformen, um dem Erfolg in China nicht zu verfehlen.

 

TIPP NR. 2: NACHAHMER-APPS IDENTIFIZIEREN UND UNSCHÄDLICH MACHEN

In Chinas Appstores tummeln sich leider zahlreiche Nachahmer-Apps – die Idee stammt aus Europa oder den USA, die Funktionen wurden „geklaut“ und in einer eigenen App umgesetzt. Wer mit einem lokalen Partner zusammenarbeitet (das bietet sich generell an) kann diese jedoch schnell identifizieren und den Wettbewerbsverstoß bestrafen lassen – indem die Copycat einfach aus dem Appstore entfernt wird, wenn glaubhaft versichert werden kann, dass die Idee gestohlen ist.

 

 

TIPP NR. 3: GEBÜHREN BEACHTEN

Wie wichtig ein lokaler Partner ist, zeigt sich auch bei der Gebührenordnung für den Verkauf von Apps in China, denn: 30 Prozent des Verkaufswerts gehen direkt an die chinesische Regierung. Für Unternehmen, die nicht in China ansässig sind, werden weitere 20 Prozent Gebühren fällig. Wer die App jedoch über einen lokalen Partner vertreibt, kann sich letzteres sparen – ein erheblicher Vorteil.

 

 

 

TIPP NR. 4: FRÜHZEITIG MIT GESETZEN UND RICHTLINIEN AUSEINANDERSETZEN

Noch steht die App immer noch nicht zum Verkauf, die Vorbereitungsmaßnahmen sind noch nicht abgeschlossen. Entscheidend ist, dass sich App-Entwickler auch mit den Gesetzen und Richtlinien der Appstores auseinandersetzen (siehe dazu auch Tipp Nr. 7). Da die Richtlinien nicht einheitlich sind, müssen die AGBs jedes Mal aufs Neue gewissenhaft durchgelesen werden, um nicht an bürokratischen Hürden zu scheitern.

 

TIPP NR. 5: PASSENDE ZAHLUNGSMETHODEN EINBINDEN

Sind die generellen Vorbereitungsmaßnahmen abgeschlossen, geht es nun darum die Funktionen der App an den chinesischen Markt anzupassen. Vor allem bei den Zahlungsmethoden sollten ausländische Unternehmer aufpassen: Während in vielen Ländern die Zahlung per Kreditkarte kein Problem darstellt, ist die Nutzung in China eher selten.

Für App-Entwickler bietet sich die Einbindung des Zahlungsdienstes Alipay oder die Abrechnung über die Mobilfunkrechnung (die beste Lösung) an. Dafür sind Gespräche mit den örtlichen Mobilfunkgesellschaften notwendig – ein Übersetzer ist hier unerlässlich, da die meisten Mitarbeiter kein Englisch sprechen.

 

TIPP NR. 6: CLOUD-FUNKTION OPTIMIEREN

Auch wenn die App Daten in der Cloud abspeichert, kann das ein Problem sein. Das Internet in China ist durch eine Firewall geschützt, die ein- und ausgehende Verbindungen (zumindest teilweise) blockiert. Ist die Cloud-Funktion unerlässlich, müssen die Daten bei einem lokalen Anbieter gespeichert werden, um die Funktionalität zu gewährleisten.

 

TIPP NR. 7: DEN „RICHTIGEN“ APPSTORE SUCHEN – UND FINDEN

Nun sind fast alle Vorbereitungsmaßnahmen abgeschlossen – die App kann endlich in den Appstore hochgeladen werden. Doch schon wartet die nächste Hürde: Während hierzulande lediglich ein Appstore pro Betriebssystem existiert, findet der Nutzer in China gleich eine Vielzahl von Möglichkeiten. Welcher Appstore der richtige ist, kann ganz unterschiedlich sein.

Einige von ihnen richten sich nach demografischen Faktoren, wie Region oder Stadt, andere bieten nur Apps für spezielle Zielgruppen, beispielsweise Schüler und Studenten an. Nur die Auswahl des richtigen Stores garantiert eine Aufnahme der App und letztendlich auch den Verkauf.

Von der Übersetzung und Marktvorbereitung über die Anpassung der Funktionen und die Auswahl des richtigen Stores – App-Entwickler aus dem Ausland haben es in China nicht unbedingt leicht. Wer es jedoch schafft, sich durch die vielen Richtlinien und Stolpersteine zu kämpfen, wird mit einem Umsatzpotenzial belohnt, das fast nirgendwo anders auf der Welt so hoch ist. Wichtig sind dabei professionelle Übersetzer und lokale Partner – dann sind auch die Umsätze nicht weit.

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