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21.12.2015
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Leitfaden für Begrüßungen rund um den Globus

Spätestens, wenn die nächste Reise in ein fremdes fernes Land ansteht, fragen Sie sich wahrscheinlich, welche gesellschaftlichen oder kulturellen Regeln es beim Umgang mit den Menschen zu beachten gibt. Ein besonders wichtiger Punkt ist hier natürlich die Begrüßung. Soll es also eine herzliche Umarmung, ein fester Händedruck oder sogar ein Küsschen auf Mund oder Wange sein? Eine gute Frage, denn: Bei Begrüßungen sprechen die Nationen unserer Welt sehr unterschiedliche Sprachen.

Beim „Guten Tag“ sagen kann es in manchen Regionen oder Ländern nämlich schnell zu peinlichen Situationen kommen.

KÜSSCHEN FÜR (FAST) DIE GANZE WELT

Wie das „Guten Tag“ sagen in anderen Ländern aussieht, hängt vor allem von den Traditionen und Gepflogenheiten ab. Der herzliche Begrüßungskuss auf die Wange wird überraschenderweise in relativ vielen Ländern zelebriert. Ob nun ausschließlich unter guten Freunden oder Familienmitgliedern oder eben auch als Begrüßung beim ersten Kennenlernen variiert allerdings stark.

Besonders das weibliche Geschlecht geht gerne zum Kuss über. Das ist zum Beispiel in Österreich der Fall, wobei auch Männer sich häufig mit einem „rechts-links Wangenkuss“ begrüßen. Begleitet wird der dann von einem herzlichen „Zerwas“. Sollte Ihnen dieser innige Körperkontakt allerdings zuviel sein, reicht auch ein fester klassischer Händedruck aus.

In Spanien kommen Sie um den zweifachen Begrüßungskuss hingegen nur schwer herum. Einfach nur die Hand zu reichen, wird schon fast als unhöflich angesehen und ist höchstens bei formellen Anlässen in der Arbeitswelt „gestattet“.

Relativ ähnlich halten es die lebensfrohen Brasilianer. Sie verteilen zur Begrüßung allerdings unterschiedlich viele Küsse und untermalen diese mit einem „Oi“ oder „Tuto bem“. Auch die Franzosen sind sich offensichtlich nicht ganz einig, wie oft bei der Begrüßung geküsst werden soll. So hängt die Anzahl der Wangenküsse stark von der Region ab. Mit einem begleitenden „Salut“ machen Sie allerdings überall im Land alles richtig.

Aufpassen müssen Sie beim Küsseverteilen bei den Niederländern. So sind Begrüßungsküsse innerhalb der Familie oder im Freundeskreis durchaus angebracht, bei fremden Menschen werden Sie jedoch auf wenig Gegenliebe stoßen. Ein einfacher Händedruck reicht hier völlig aus.

„KOMM IN MEINE ARME“

Küsse müssen es natürlich nicht immer sein. Viele Nationen geben sich daher auch mit einer herzlichen Umarmung zufrieden.

Besonders verbreitet ist diese freundschaftliche Begrüßung in den USA. Zumindest unter Freunden, Kumpels oder beim Zusammentreffen im Alltag liegen sich die Menschen gerne in den Armen. Aber auch mit einem lässigen Abklatschen (High Five) oder dem klassischen Händedruck geht die Begrüßung auf amerikanisch in die richtige Richtung. Bei einem formellen Treffen hingegen sollten Sie auf die freundschaftliche Umarmung verzichten. Das sorgt beim Chef oder Geschäftspartner lediglich für Verwirrung.

Ähnlich herzlich-freundschaftlich geht es übrigens auch in Schweden zu. Nicht nur im kalten Winter suchen die Nordlichter Körperkontakt. Werden Sie mit neuen Leuten bekanntgemacht, folgt also erst mal eine innige Umarmung oder ein Schulterklopfen.

Gelegentliche Umarmungen zur Begrüßung gibt es auch in der Dominikanischen Republik. Klar, dass dabei angesichts des karibischen Temperaments auch gerne geflirtet werden darf. Frauen küssen sich vorab auf die Wange, Männer teilen unter Freunden einen lockeren Fauststoß.

HÖFLICH STATT HERZLICH?

Weniger körpernah, dafür aber umso höflicher geht es in Japan zu. Die Kultur sieht Berührung bei der Begrüßung nicht vor. Die Japaner verneigen sich stattdessen ohne dabei ein Wort zu verlieren. Kommt es bei internationalen Treffen doch zum Händedruck, senken Japaner ebenfalls bedächtig ihren Blick.

So „steril“ geht es in Deutschland zwar nicht unbedingt zu, allerdings verzichten viele auch dort auf eine allzu innige Begrüßung. Küsschen und Umarmungen sind unter guten Freunden oder innerhalb der Familie angebracht, zählen aber nicht zur Standardbegrüßung. Händeschütteln hingegen gilt in ganz Deutschland als klassische „Hallo-Variante“. Die Worte zur Begrüßung hingegen unterscheiden sich je nach Region, beispielsweise das „Moin Moin“ in Hamburg (passt auch am Abend) oder das "Servus" in Süddeutschland.

Die Welt spricht nicht nur unterschiedliche Sprachen, auch die Vorgehensweisen sind beim gegenseitigen Begrüßen sehr vielseitig. Umso wichtiger ist es daher auch, die Gepflogenheiten der Menschen genau zu kennen. So vermeiden Sie unangenehme Situationen und finden beim ersten Kontakt gleich den richtigen Einstieg in ein interessantes Gespräch oder eine neue Freundschaft.

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