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30.04.2018
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Kreativ Schreiben & webbasiert Texten: Eine Anleitung

Content, content, content. Im Internet scheint allein das zu gelten: Hauptsache viel Text. Aber daran, dass Leser sich vielleicht unbeeindruckt oder gar enttäuscht abwenden, wenn ein Text nur so gespickt von Schlampigkeitsfehlern und ohne relevanten Inhalt ist, denken viele offenbar nicht. Daher gibt’s von uns jetzt die Anleitung, wie Sie es besser machen.

  1. RECHERCHE – AUF DIE SUCHE FERTIG LOS!

    Wer nicht recherchiert, verliert. So einfach ist das. Nur oberflächlich von den ersten beiden Google-Suchergebnissen abzuschreiben und eine Mischkulanz der beiden vorgefundenen Texte zu produzieren, kann kein lesenswertes Ergebnis hervorbringen.

    Zeigen Sie stattdessen, dass auf Ihrer Homepage Experten schreiben. Das steigert die Vertrauenswürdigkeit, die den Lesern signalisiert, dass das Lesen dieses Contents deren Fragen beantworten wird.

  2. EINZIGARTIG TEXTEN & EINZIGARTIG RANKEN

    Was ist das Alleinstellungsmerkmal Ihres Textes? Sind es die Überschriften Ihrer Quelle in umgekehrter Reihenfolge, oder ein knackiger, gut recherchierter Text mit Extrafeatures, Expertenmeinungen, anschaulichen Gimmicks?

    Google hat Möglichkeiten herauszufinden, wie einzigartig und demnach interessant Ihr Beitrag im Vergleich zu anderen Beiträgen ist. Duplicate Content wird sofort von Google abgestraft und kann sich von den Top 10 SERP-Ergebnissen verabschieden.

  3. MULTIMEDIAL UND ÜBERRASCHUNGSELEMENTE

    Ein Video hier, eine Infobox da. Ein durchgängiger Fließtext ist für Leser online nicht interessant, denn im Gegensatz zum Printmedium, hat man hier so viel mehr Möglichkeiten, die ausgeschöpft werden wollen. Bei einem spannenden, anschaulichen Video, dass den Zugang zur Information erleichtert und Bildern, die die Message unterstreichen, bleiben Leser länger auf der Zielseite.

  4. BLOG STATT BLOCK: TEXTEN SIE ÜBERSICHTLICH

    Auf einem Bildschirm einen Text zu lesen, kann im Vergleich zu gedrucktem Text unfassbar anstrengend sein – speziell, wenn es sich um einen Text handelt, der aussieht, als hätte man ihn aus einer Schwarte von Umberto Eco kopiert. Im Web liest man gegliederte Texte; thematisch durch viele Zwischenüberschriften getrennt, nicht mehr als 6 Zeilen pro Absatz (in Word bei 11pt) und die wichtigsten Schlagwörter und Anhaltspunkte im Text (und die Keywords) fett markiert.

  5. SEO-TEXTEN: SEIEN SIE KEINE KEYWORD-SCHLEUDER

    Sie wollen [hier Keyword einfügen]? Wir zeigen ihnen im Folgenden, wie Sie [hier Keyword einfügen]. Um [hier Keyword…] zu […einfügen], müssen Sie…

    Google scheint ganz erpicht darauf zu sein, solche und ähnliche Keyword-dichten Texte von den Usern fern zu halten, denn sie sind ein Indiz dafür, dass nur der SEO willen und nicht dem Informationsgehalt willen getextet wurde. Das merkt Google und schmeißt Texte, die zu 2/3 aus Keywords bestehen wieder aus dem Rennen.

    Schreiben Sie für die Leser und nicht für die Suchmaschine, denn wenn Sie für die Leser schreiben, schreiben Sie auch automatisch für die Suchmaschine. Auch zu viele Links wecken den Verdacht eines typischen SEO-Zweck-Texts.

  6. ELLENLANG ODER SUPERKURZ: DIE TEXTLÄNGE

    Von mehreren Seiten wird propagiert: Content wird immer länger, mehr Wörter, bessere Rankingchancen. Das stimmt nur zur Hälfte, denn ist das jeweilige Thema so umfangreich, dass es sinnvoll ist, so viel Text zu schreiben, wird die Leserschaft ihn auch rezipieren und Google ihn weiterempfehlen (sprich ranken).

    Wäre aber eigentlich in 50 Wörtern alles gesagt, was die Leser interessieren könnte, und der Text ist aufgespritzt auf mehrere hundert Wörter, wird kaum jemand lange genug auf der Seite bleiben, damit sie als lesenswert erkannt wird.

  7. ES WAR EINMAL EIN WEBTEXT, …

    …der auf einer kleinen Website mitten im pazifischen Urwald des Internets wohnte. Seine Lebensaufgabe war, Geschichten zu erzählen und so wurde er zu einer kleinen Berühmtheit im pazifischen Urwald, denn alle lasen seine Geschichten gerne. Das merkte auch der große Mäzen Google und schickte Boten nach ihm, die seine Geschichten verbreiten sollten.

    Ob Sie fürs Web schreiben, oder für einen Vortrag – Geschichten erreichen die Menschen schneller, als harte Fakten und bleiben nachhaltiger im Gedächtnis haften, da sie Verbindungen im Gehirn herstellen können.

  8. SPANNUNG AUFBAUEN – SO GEHT’S:

    Die Newsfeeds von Facebook, Pinterest, etc. schwimmen förmlich in den „X Tipps, wie Sie…“ und „Was sie dann machte, ist unglaublich.“ Man könnte diese Tricks als abgedroschen, beinahe plump bezeichnen, aber sie funktionieren offenbar nicht schlecht. Nichts schafft es besser Spannung aufzubauen, als ein Cliffhanger, als eine Information herzugeben und lediglich hinzuzufügen, dass es noch Unfassbares dahinter zu entdecken gibt.

    Achtung allerdings vor tot getrampelten Floskeln, hinter denen die meisten User bereits schlechten Content vermuten, nach dem Muster: „Sie macht dies und das. Was dann passiert, …“

  9. SCHEITERT DER STIL, SCHEITERT DER TEXT

    Seien Sie sich im Klaren, wofür Sie schreiben. Was steht dahinter? Welches Produkt/Marke/Firma repräsentieren Sie mit dem Text? Und vor allem: Wo wird er publiziert?

    Zielgruppen-, markengerecht, stiltreu sind die Stichwörter und so kennen sich die (potentiellen) Kunden auch gleich aus. Wer doch ein bisschen Abwechslung haben möchte, kann auch einen Stilbruch wagen, wenn dann, aber einen expliziten, gut markierten.

    Schreiben Sie – besonders bei Blogartikeln oder Gastbeiträgen – nicht zu werblich. Das langweilt die Kunden und schreckt ab, sobald offenbar wird, dass einem etwas angedreht werden soll. Zeigen Sie, dass sie auf der Seite der Kundensind, dass der Text für deren Bedürfnisse gemacht wurde und nicht, um Ihr Produkt in rauen Mengen verkaufen zu können (selbst, wenn dem so ist).

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