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26.06.2015
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Etikette im Ausland: Achtung, Fettnäpfchen!

Wer im internationalen Business tätig ist, weiß: Was in Österreich als manierlich gilt, kann anderswo ganz anders aufgefasst werden. Wer häufig geschäftlich im Ausland aktiv ist, sollte deshalb nicht nur die Sprache des Landes beherrschen, sondern auch die dort geltenden Sitten kennen.

ANDERE LÄNDER, ANDERE SITTEN

Internationale Geschäftsbeziehungen sind wichtig, spannend und vor allem nicht gerade unkompliziert. Denn das, was bei uns als höflich und nett gilt, muss in einem anderen Land nicht die gleiche Bedeutung haben. Wer sich nicht mit den Sitten, Bräuchen und Etiketten fremder Länder auskennt, kann schnell ins Fettnäpfchen treten. Das ist mitunter nicht nur peinlich, sondern sogar sehr unangenehm und kann vom Gegenüber auch schnell als respektlos und unhöflich interpretiert werden. Vor allem, wenn man die Absicht hat, neue Geschäftsbeziehungen zu knüpfen oder große Aufträge abzuschließen, kann die falsche Etikette schnell zu einem geplatzten Deal führen.

Daher gilt: Lernen Sie nicht nur die Sprache eines Landes, um die Menschen dort zu verstehen. Auch das Wissen über kulturelle Besonderheiten und das richtige Verhalten (besonders zu Tisch) sind wichtig, um erfolgreiche, internationale Beziehungen aufzubauen. Das Gleiche gilt auch für Reisende, die ein Land abseits der Touristen-Routen erkunden und die Einheimischen in ihrem ursprünglichen kulturellen Umfeld kennenlernen wollen.

VOR ALLEM ZU TISCH GILT: IMMER AUF DER HUT SEIN

Besonders Tischmanieren variieren in den verschiedenen Ländern dieser Welt stark. Während es hierzulande als unhöflich gilt, eine heiße Suppe zu schlürfen, ist in vielen asiatischen Ländern der lautstarke Verzehr des Gerichts ein Zeichen dafür, dass es gut schmeckt.

Man muss jedoch gar nicht weit reisen, um in kulturelle und kulinarische Fettnäpfchen zu treten. Sie sind auf Geschäfts- oder Urlaubsreise in Italien und wollen einen Teller hausgemachte Spaghetti essen? Verwenden Sie dafür bloß keinen Löffel. Die langen Nudeln werden lediglich mit der Gabel aufgerollt und so verspeist. Auch das Abbeißen oder Durchschneiden der Spaghetti ist in Italien verpönt. Übrigens werden Nudeln dort generell als Vor- und nicht als Hauptspeise gegessen.

Auch in Frankreich wartet ein großer Faux Pas am Esstisch auf Sie. Das Abschneiden der beliebten Beilage Baguette mit einem Messer gilt hier als Todsünde. Richtig (also der Tischsitte entsprechend) ist, die Weißbrot-Stange in die Hände zu nehmen und sich ein Stück davon abzubrechen.

Richtig kniffelig wird es jedoch erst jenseits der europäischen Grenzen. Wer beispielsweise in Asien oder Afrika unterwegs ist, sollte sich vor dem Antritt der Reisen stets über die Sitten und Bräuche der Länder informieren. Fettnäpfchen und No Go’s warten hier an jeder Ecke und können Sie in wirklich unangenehme Situationen bringen. Dabei spielt auch keine Rolle, dass Ihr Faux Pas nicht beabsichtigt war.

KULTURELLE BESONDERHEITEN KENNENLERNEN UND VERSTEHEN

Um sich im Ausland nicht permanent auf kulturelles Glatteis zu begeben, ist es hilfreich, sich vor dem Antritt der Reise umfassend zu informieren. Sind Sie bereits vor Ort, kann es nicht schaden, Einheimische über die Sitten und Bräuche zu befragen. Das gilt in den meisten Fällen als interessiert und höflich und bietet gleich zu Beginn einen lockeren Gesprächsstoff. Auch Nachfragen ist (bis zu einem gewissen Maß) erlaubt, um einige besonders merkwürdige Bräuche zu verstehen. Bei dieser Gelegenheit und bei Interesse des Gesprächspartners können Sie auch berichten, wie es mit den entsprechenden Sitten in Österreich verhält.

 


Wer internationale Geschäftsbeziehungen pflegt oder im Urlaub seinen kulturellen Horizont erweitern will, sollte nicht nur sprachlich fest im Sattel sitzen, sondern auch die sittlichen Besonderheiten des Landes kennen. Auf diese Weise umgeht man unangenehme Fettnäpfchen, lernt das Land noch besser kennen und der Geschäftsabschluss ist so auch nicht mehr weit.

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